Modernisierung von rund 900 Windows-Serversystemen auf Windows Server 2022
Eine heterogene Windows-Server-Landschaft mit rund 900 Systemen wurde auf Windows Server 2022 modernisiert. Abhängig von Serverrolle, Fachapplikation und technischem Zustand kamen sowohl In-Place-Upgrades als auch Neuinstallationen mit anschließender Migration zum Einsatz.
Unterschiedliche Migrationswege
Betroffen waren Fileserver, Domain Controller, SQL-Systeme und SQL-Cluster, Hyper-V, Applikationsserver sowie zentrale Admin-Server-Farmen. Statt eines Universalverfahrens wurde festgelegt, wann ein In-Place-Upgrade und wann ein Neuaufbau technisch sinnvoller war.
Johannes Stolz verantwortete als Lead-Architekt das neue Basisdesign, die Design- und Security-Vorgaben sowie die Rollout- und Migrationsstandards.
QS, Pre-Pilot und Pilot
Die Migrationsverfahren wurden zunächst in einer QS-Umgebung validiert. Danach folgten Pre-Pilot und Pilot. Bei Fachapplikationen wurden Funktionsprüfungen gemeinsam mit den jeweiligen Applikationsverantwortlichen durchgeführt.
Automatisierung mit Augenmaß
PowerShell und SCCM bildeten die technische Grundlage des Rollouts. Bei standardisierten In-Place-Upgrades wurde ein Automatisierungsgrad von etwa 95 Prozent erreicht. Bei Neuinstallationen und Migrationen lag er aufgrund der Vielfalt fachlicher Anwendungen bei rund 60 Prozent.
Nicht jede seltene Spezialkonfiguration wurde automatisiert. Wenn Entwicklung, Absicherung und Pflege einer Automatisierung mehr Aufwand erzeugt hätten als eine kontrollierte manuelle Umsetzung auf wenigen Systemen, wurde bewusst darauf verzichtet.
Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss Wiederholbarkeit, Sicherheit oder Effizienz tatsächlich verbessern.
Backup, Rollback und Wartungsfenster
Vor produktiven Änderungen wurden Systeme mit Veeam gesichert. Damit stand ein definierter Rückfallweg zur Verfügung. Produktive Migrationen erfolgten außerhalb der regulären Arbeitszeiten in abgestimmten Wartungsfenstern.
Ergebnis
- standardisierte Windows-Server-2022-Plattform
- definierte und reproduzierbare Migrationsverfahren
- hoher Automatisierungsgrad bei standardisierbaren Systemen
- angepasste Verfahren für Fachapplikationen und Sonderfälle
- kontrollierte QS-, Pilot- sowie Backup- und Rollbackprozesse
Erfahrung von Johannes Stolz.
Dieses Projektbeispiel beschreibt die persönliche berufliche Erfahrung von Johannes Stolz in seiner jeweiligen Rolle. Es bedeutet nicht automatisch, dass das Projekt als Auftrag von correctIT durchgeführt wurde. Kunden-, System- und Betriebsdetails sind bewusst anonymisiert.