Modernisierung der Tier-0-Administration und Einführung eines Remote-PAW-Modells
Eine bestehende ESAE-/Red-Forest-Architektur mit stark standortgebundenen Privileged Access Workstations sollte für moderne Hybrid- und Remote-Szenarien weiterentwickelt werden. Ziel war eine flexiblere privilegierte Administration, ohne das Tiering- und Sicherheitsprinzip aufzugeben.
Vom klassischen Red Forest zum Remote-PAW-Modell
Johannes Stolz verantwortete als Lead-Architekt die Weiterentwicklung des Tier-0- und Privileged-Access-Modells und setzte wesentliche Teile der neuen Architektur um. Das neue Zielbild setzte auf dedizierte, gehärtete Admin-Endgeräte, separate administrative Identitäten und zentrale Jump Hosts.
Die Remote-PAWs konnten sowohl aus dem internen Netz als auch über VPN eingesetzt werden. Die Geräte blieben bewusst von der produktiven AD-Domäne getrennt und wurden zentral gehärtet und verwaltet.
Mehrstufige technische Absicherung
- dedizierte und gehärtete PAW-Endgeräte
- getrennte administrative Identitäten
- zentrale Jump Hosts für Tier-0-Aufgaben
- zertifikatsbasierte Geräteidentität über die interne PKI
- IPsec-geschützte Managementverbindungen
- GPO-basierte Einschränkung zulässiger Logons
- klar definierte Break-Glass-Zugriffe für Notfälle
PKI, GPO und Sonderwege
Für die PAW- und Tier-0-Kommunikation wurde ein eigenes Zertifikatsmodell eingesetzt. Gruppenrichtlinien regelten Verbindungs- und Anmeldewege technisch, statt sich allein auf organisatorische Vorgaben zu verlassen.
Auch technische Sonderwege wie konsolennahe Zugriffsmöglichkeiten virtualisierter Systeme wurden in die Sicherheitsbetrachtung einbezogen und mit zusätzlichen Kontrollen abgesichert.
Schrittweise Migration
Die neue Konfiguration wurde nicht als Big Bang eingeführt. Tier-0-Systeme wurden schrittweise migriert, die neue Zertifikats- und Richtlinienkonfiguration aktiviert und anschließend technisch geprüft. Erst nach erfolgreicher Umstellung konnten Altkomponenten und bisherige Vertrauensbeziehungen kontrolliert zurückgebaut werden.
Ergebnis
- geringere Standortabhängigkeit privilegierter Administration
- standardisierte und technisch erzwungene Admin-Zugriffswege
- zertifikatsbasierte Absicherung von Tier-0-Verbindungen
- klar definierte Notfallzugriffe
- Grundlage für den Rückbau des bisherigen administrativen Forest-Modells
Erfahrung von Johannes Stolz.
Dieses Projektbeispiel beschreibt die persönliche berufliche Erfahrung von Johannes Stolz in seiner jeweiligen Rolle. Es bedeutet nicht automatisch, dass das Projekt als Auftrag von correctIT durchgeführt wurde. Kunden-, System- und Betriebsdetails sind bewusst anonymisiert.